…und nu???

5 Tage früher als geplant sind wir zuhause angekommen und nu??

Weiterfahren? ,  Last-Minute nach Mallorca?  Wir haben beschlossen, erst mal ein Tag Pause und dann mal schauen, vielleicht die ein oder andere kleine Radtour vor den Toren Bonns oder Kölns.

Fazit

Unsere erste mehrtägige Radtour hat uns sehr gut gefallen. Insgesamt sind wir 642 km gefahren.

Wir haben viel gesehen und auch viele nette Gleichgesinnte getroffen die aus den verschiedensten Ländern kamen und die unterschiedlichsten Ziele hatten. Man kommt schnell ins Gespräch und tauscht Erfahrungen aus. So einige interessante Tipps haben wir dabei aufgeschnappt.

Vorschau

Gleich nach unserer Ankunft haben wir bereits neue Pläne geschmiedet für das nächste Radabenteuer.

Der Weser-Radweg – 478 km vom Weserstein in Hann.Münden zur Wesermündung nach Cuxhaven.

Happy End – Fine – Ende

Wir hoffen allen Lesern dieses Blogs es hat euch Spaß gemacht uns zu folgen. Danke an alle die uns mit Kommentaren unterstützt haben.

 

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Die letzte Etappe

Zu Gast bei Freunden

Wir haben einen richtig netten Abend zusammen verbracht. Unsere Gastgeberin ist ausgebildete Ayurveda-Köchin und es war sehr interessant einiges über dieses Thema zu erfahren. Am Morgen gab es dann ein auf unser Dosha abgestimmtes sehr leckeres warmes Frühstück und einen ayurvedischen Kaffee zubereitet mit Gewürzen.

Von Girgenrath nach Bornheim (Rheinland)

Da der Abend sehr spät wurde, haben wir lange geschlafen und sind erst so gegen 12.30 Uhr auf unsere Räder gestiegen. Lange haben wir auch überlegt, ob wir noch irgendwie eine Schleife drehen, da wir ja noch Urlaub haben. Letztlich haben wir uns aber vorerst für die Fahrt nach Hause entschieden.

Aufgrund des schlechten Waldweges haben wir nach kurzem aber heftigen Anstieg von Girgenrath für die Rückfahrt nach Bad Hönningen die Landstraße genommen. Hier konnten wir die Räder fast bis zum Ort runter laufen lassen.

Ein kleines Stück fahren wir noch rechtsrheinisch und setzen in Linz mit der Fähre rüber nach Remagen.

Immer wieder müssen wir aber den Rheinradweg verlassen, weil wegen Hochwasser gesperrt ist. Auch liegt auf dem Weg jede Menge angespültes Treibholz.

 

Wir machen unser letztes Bild mit Rheinkilometer. Zur Erinnerung – wir sind gestartet in Grißheim bei Rheinkilometer 206,550.

Die Heimat hat uns wieder

Das Landesgrenzschild von NRW und der Drachenfels mit Petersburg und Petersberg tauchen vor uns auf.

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Wir fahren durch Königswinter, Bad Godesberg, die Bonner Rheinauen.

Sie haben Ihr Ziel erreicht

Am Herseler Werth verlassen wir den Rheinradweg und unsere Tour und biegen ab nach Hause Richtung Bornheim.

Ein letzter Anstieg steht uns noch bevor, denn wir müssen noch den steilen Weg nach Brenig bevor, aber auch das meistern wir und erreichen wieder einmal trocken und ohne Blitz und Donner unser Ziel.

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Tageskilometer: 57,06 km ; reine Fahrtzeit: 3.29 h

 

Von Boppard nach Girgenrath

Aus Burgen werden Schlösser

Trockendes Wetter begleiten uns auch heute beim Start unserer Tour. Der Hunsrücker Hof liegt ziemlich im Zentrum von Boppard nicht weit vom Rhein entfernt. Alles gepackt geht es um 10.00 Uhr wieder los.

Gänse am Rhein

Neben den immer wieder gesichteten Kanadagänsen habe ich heute zum erstenmal auch Nilgänse am Rhein angetroffen. Hier ein Gänsepaar mit Nachwuchs.

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Wir erreichen Koblenz

Das Deutsche Eck in Koblenz, hier mündet die Mosel in den Rhein. Mittlerweile scheint auch die Sonne und viele Touristen besuchen das Reiterstandbild des ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I. oder fahren mit der Gondel rüber zur Festung  Ehrenbreitstein.

Zu Besuch bei Freunden – Ein Abstecher in den Westerwald

Da wir ja schneller wieder zuhause sind als eigentlich geplant, haben wir beschlossen Freunde im Westerwald zu besuchen. In Weißenthurm überqueren wir den Rhein nach Neuwied und fahren (soweit es das Hochwasser zulässt) den Rheinradweg bis Bad Hönningen. Jetzt heißt es Kräfte sammeln es geht bergauf. Mal wieder müssen wir Wasser durchqueren und zur Sicherheit habe ich meine Schuhe und Socken diesmal ausgezogen. Unser Navi führt uns die kürzeste aber steilste Strecke durch den Wald.

Der Weg ist so aufgeweicht und glitschig, das mir auf halber Strecke das Rad wegrutscht und ich den Rest schieben muss. Nach circa 5 km mit einem Anstieg von fast 300 Höhenmeter erreichen wir Girgenrath. Auf den Bildern ist im Hintergrund gut zu erkennen wie hoch wir uns raufgekrackselt haben.

Tageskilometer: 69,3 km
Reine Fahrtzeit: 4.40 h

Der Hunsrücker Hof

Das erste Mal seit Beginn unserer Tour, das wir auf den letzten Metern etwas nass geworden sind. Also schnell in unsere Unterkunft. Nach dem Duschen war der Regen aber auch schon wieder vorbei und wir könnten einen Spaziergang durch Boppard machen und kehren zum Essen in eine Pizzeria direkt an der Rheinpromenade ein. Die Sonne scheint wieder und wir entschließen uns draußen zu sitzen.

 

Der Hunsrücker Hof

Auch hier haben wir ruhig und gut geschlafen. Das Frühstück wird als Buffet serviert und es gibt zusätzlich Müsli und frisches Obst. Ein Doppelzimmer kostet inklusive Frühstück 73,00 €

1995 wurde in diesem Hotel ein Film u.a. mit Dieter Krebs gedreht. Seit letztem Jahr ist das Hotel unter neuer Leitung.

Bummeltag – nur 42,2 km

Von Bingen nach Boppard

Unser Zuhause rückt immer näher, deshalb haben wir für heute eine Bummeltour beschlossen. Der Rhein schlängelt sich nun ziemlich durch die Berge von Hunsrück und Taunus. Wir fahren wieder linksrheinisch und zu unserer Freude scheint auch an diesem Morgen die Sonne.

Rechts ne Burg und links ne Burg

Auf fast jedem Berg steht jetzt eine Burg oder Reste davon. ALSD wir Bacharach erreichen beschließen wir auf einen Kaffee die Strecke am Rhein zu verlassen und durch den Ort zu fahren.

 

Wir erreichen den Rheinkilometer 550

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Die Loreley – engste und tiefste Stelle des Rhein

132 m ragt der Felsen der Loreley über dem Rhein hinauf. Hier haben die Schiffe ordentlich etwas zu tun um in der schmalen Fahrrinne und der engen Kurve aneinander vorbei zu kommen. Wir legen unsere Lunchpause ein und schauen den Schiffen zu.

Der Himmel zieht sich langsam zu und es beginnt etwas zu regnen. Wir sind nicht mehr weit von unserem Ziel Boppard entfernt. Unsere Unterkunft haben wir gestern vorgebucht. Auf den letzten 800 m werden wir zum ersten mal in unserem Urlaub nass. Doch bei all den Unwettern um uns herum und den Wetterprognosen ist das nicht schlimm.

Unsere Tageskilometer heute 42,2 km – Reine Fahrtzeit 2.42 h

Zeitreise in Bingen

Unsere Unterkunft in Bingen

Ein Anruf der Dame aus der Touristeninformation und wir hatten ein freies Doppelzimmer nur 200 m die Straße weiter runter. Freudig nach fast 95 km auf dem Fahrradsattel schon bald Dusche und Essen zu bekommen standen wir 2 Minuten später vor dem Rheinhotel Starkenburger Hof und ich überlegte kurz ob ich wirklich dort reingehen möchte, was nicht alleine an der Tatsache liegt, dass das Hotel direkt zwischen B9 und Bahnlinie steht.

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Wir wagen den Schritt und entschließen uns das Zimmer zu nehmen. Kostenpunkt 79,00 € inklusive Frühstück, was für Bingen günstig ist. Unser Zimmer, die Rezeption und der Frühstücksraum haben fast so etwas wie nostalgischen Charme.

Aber ich kann nicht meckern. Wir haben gut geschlafen, die Fenster sind super Schalldicht, weder Zug noch Straße sind zu hören. Alles ist sauber und ordentlich. Das Frühstück war reichhaltig sogar mit Müsli. Etwas frisches Obst wäre gut gewesen.

Der Charme von früher

Das Rheinhotel Starkenburger Hof wurde 1840 gebaut und damals winkten die Gäste noch dem einzigen Zug der vorbeifuhr zu, den es war eine Attraktion.

So sah das Hotel früher aus:

94,4 km – Von Worms bis Bingen

Wir sind schneller als geplant

Insgesamt haben wir uns ja Urlaub genommen bis zum 10.6., spätestens am 11.6. müssen wir zuhause sein, also noch über eine Woche Zeit.

Nach der Mittagspause sind wir auf einmal ruckzuck  irgendwie in Mainz. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir die hübsche Mainzer Rheinpromenade entlang.

Doch wir wollen noch weiter, lieber eine Unterkunft hinter Mainz suchen.

Wir fahren und fahren und fahren

Häufig müssen wir vom Rheinweg wegen Hochwasser abweichen. Doch einmal überredet mich Gerd schon wieder das Warnschild zu ignorieren mit dem Ergebnis – auch diese Pfütze war zu lang und zu tief. Also wieder nasse Füße, Socken und Schuhe.

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Häufig müssen wir einen anderen Weg nehmen.

Die Weinberge weichen wieder einer weiteren Auenlandschaft und links von uns gibt es jetzt häufig Obstplantagen.

Bald schon sind wir Höhe Ingelheim bis Bingen nur noch 10 km. Das soll unser Ziel werden für heute und wir treten noch mal kräftig in die Pedalen. Um 17.30 Uhr erreichen wir die Touristeninformation in Bingen und fragen nach einer Unterkunft.

Tageskilometer: 94.4 km ; reine Fahrtzeit: 5.35 h